Netflix und MAPPA geben strategische Partnerschaft bekannt
Netflix und das Animationsstudio MAPPA haben sich zusammengetan, um Anime-Projekte gemeinsam zu produzieren und sie auf der ganzen Welt zu verkaufen. Das haben die beiden Unternehmen am 21. Januar bekannt gegeben. Dieser Schritt ist eine logische Weiterentwicklung der Beziehung, die 2020 begonnen hat. Wir wollen, dass wir in Zukunft mehr machen als nur streamen. Wir wollen uns auch um die Stoffentwicklung und das Merchandising kümmern und das international angehen.
MAPPA
MAPPA ist bekannt für Anime-Hits wie Jujutsu Kaisen, Chainsaw Man, Dororo, Zombie Land Saga sowie die zweite Hälfte von Attack on Titan. Das Unternehmen hat sich den Ruf erarbeitet, kreative und produktionstechnische Grenzen zu verschieben. Das Studio Chainsaw Man hat das Ganze komplett selbst finanziert und sich damit das traditionelle „Production Committee“-System gespart.
Das schnelle Wachstum von MAPPA hat aber auch gezeigt, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen. Das Studio hat das auch öffentlich zugegeben. Hiroya Hasegawa, Vizepräsident und Produzent bei MAPPA, hat in einem Interview im Jahr 2025 erzählt, dass das Unternehmen und die gesamte Anime-Branche gerade über verschiedene Arbeitsmodelle, Mentoring und Work-Life-Balance nachdenken. Gleichzeitig wollen sie die Produktion auf globaler Ebene ausbauen.
Netflix hat schon mehrere MAPPA-Produktionen exklusiv vertrieben, zum Beispiel Kakegurui Twin, das Reboot von Ranma ½ aus dem Jahr 2024 und die Adaption von The Rose of Versailles aus dem Jahr 2025. Die Unternehmen arbeiten jetzt zusammen und wollen mehrere Titel, an denen sie schon arbeiten, gemeinsam produzieren. Die werden exklusiv in über 190 Ländern und Regionen über Netflix ausgestrahlt.
Statements von MAPPA und Netflix
Manabu Otsuka, CEO von MAPPA, sagt:
„Wir haben bereits verschiedene Projekte mit Netflix umgesetzt, doch diese Stärkung unserer Allianz basiert auf einem unserer Grundpfeiler. MAPPA als ein Studio zu etablieren, das sowohl kreativ als auch wirtschaftlich eigenständig agiert. Ich bin überzeugt, dass japanische Animationsstudios künftig eine führende Rolle übernehmen müssen – mit einer globalen Perspektive auf die Bedürfnisse der Zuschauer:innen, von der Planungsphase über die Reichweite bis hin zur geschäftlichen Verwertung. Wir möchten uns langfristig und intensiv in die Distribution und das Business von Netflix einbringen, um eine echte Win-Win-Partnerschaft zu realisieren.“
Kazutaka Sakamoto, VP Content bei Netflix, fügt hinzu: „MAPPA ist ein herausragendes Studio, das mutig neue Ausdrucksformen und Herausforderungen sucht und diese auch meistert. Wir bei Netflix möchten japanische Anime in der bestmöglichen Form zu den Fans weltweit bringen. Dafür ist es unerlässlich, die Leidenschaft und den Wagemut der Schöpfer vollumfänglich zu unterstützen. Indem wir MAPPAs originelle Arbeitsweise mit unserer globalen Reichweite und dem gemeinsamen Mut zum Risiko kombinieren, wollen wir die Grenzen dessen, was Anime sein kann, erweitern. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit MAPPA eine Zukunft zu gestalten, in der wir neue Geschichten entwickeln und dem Publikum weltweit durch innovative Ausdrucksformen Überraschung und Emotionen direkt nach Hause liefern.“
Fazit
Zum jetzigen Zeitpunkt wurden noch keine konkreten Titel oder Veröffentlichungszeiträume genannt, doch die Unternehmen betonten, dass sich bereits mehrere Projekte in der Umsetzung befinden.
Quelle: AV Watch

