Die Zukunft fest im Blick: Netflix setzt auf KI-Lokalisierung

Vier große Medienfirmen setzen auf KI-Übersetzungen
Vier große Medienfirmen setzen auf KI-Übersetzungen

In seinem Brief an die Aktionäre zum vierten Quartal 2025 hat Netflix erklärt, dass das Unternehmen den Einsatz von KI ausweitet, um „unsere Kreativteams und Werbepartner zu unterstützen“.

Übersetzungen mit KI

Außerdem wurde bestätigt, dass KI eingesetzt wird, um die „Lokalisierung von Untertiteln zu verbessern und es unseren Titeln zu erleichtern, mehr Zuschauer weltweit zu erreichen“. Den vollständigen Auszug findest du unten.

„Wir nutzen weiterhin KI, um das Erlebnis für unsere Mitglieder zu verbessern, und wir erweitern diese Funktionen, um unsere Kreativteams und Werbepartner zu unterstützen.

2025 haben wir angefangen, neue KI-Tools zu testen. Die sollen Werbetreibenden helfen, maßgeschneiderte Anzeigen auf Basis des geistigen Eigentums (IP) von Netflix zu erstellen. 2026 wollen wir auf diesen Fortschritten aufbauen.

Wir haben außerdem automatisierte Workflows für Anzeigenkonzepte eingeführt und nutzen KI-Modelle, um die Kampagnenplanung zu optimieren. Das hat die Prozesse erheblich beschleunigt.

Wir setzen KI ein, um die Lokalisierung von Untertiteln zu verbessern und so unsere Titel weltweit mehr Zuschauern zugänglich zu machen. Außerdem führen wir KI-gesteuerte Tools im Merchandising ein, um unsere Mitglieder noch gezielter mit den für sie relevantesten Titeln zusammenzubringen.“

Folge der Einführung von KI-Synchronisationen

Das ist die logische Folge der Einführung von KI-Synchronisationen (AI Dubs) und einer Einstellungsoffensive im letzten Jahr.

Netflix hat mit KI-gestützter Synchronisation in ausgewählten Sprachen angefangen und Stellen für Forschungswissenschaftler mit Erfahrung in generativen Sprachtechnologien ausgeschrieben. Die sollen „Algorithmen entwickeln, die eine qualitativ hochwertige Lokalisierung in großem Maßstab ermöglichen“.

Die Entwicklung kommt außerdem nach Amazons umstrittene Einführung von KI-Synchronisationen. Die wurde ab März 2025 zunächst bei Live-Action-Produktionen getestet und hat Ende desselben Jahres für heftigen Widerstand der Anime-Fans gesorgt.

Fans und Synchronsprecher fanden die Qualität nicht so toll und fanden es blöd, dass man sich dafür entschieden hat, die Synchronfassung von Sentai Filmworks für No Game, No Life Zero zu nehmen.

Stellenausschreibung bei Disney

Schau dir mal die Stellenausschreibungen von Disney für einen „Creative Supervisor“ an. Der soll KI-gestützte Lokalisierung untersuchen. Schon 2024 hat Rahul Purini, der CEO von Crunchyroll, gesagt, dass sein Unternehmen KI testet, um Untertitel und Untertitel für Hörgeschädigte bei Anime zu verbessern.

2025 hat er dann noch mal klargemacht, dass man KI nicht für den „kreativen Prozess, einschließlich unserer Synchronsprecher“, einsetzen will. Es ist nicht klar, ob das auch für Untertitel gilt. iQIYI hat schon letztes Jahr KI-Synchronisation für die chinesische Animationsserie „Super Cube“ benutzt.

In seinem Bericht hat Netflix außerdem bestätigt, dass es jetzt 325 Millionen zahlende Mitglieder hat. Die Leute haben im zweiten Halbjahr 2025 2 % mehr fern gesehen (also 1,5 Milliarden Stunden), insgesamt also 96 Milliarden Stunden.

Neulich hat das Unternehmen eine wichtige Partnerschaft mit dem Anime-Studio MAPPA (Jujutsu Kaisen, Chainsaw Man) bekanntgegeben. Zusammen wollen sie Merchandising und Original-Inhalte entwickeln, die exklusiv auf der Plattform gestreamt werden sollen.

Quelle: Netflix Fourth Quarter 2025 Earnings Interview (PDF)

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Als Internet-Pionier hat Stefan die Online-Welt von Grund auf mitgestaltet. Seine Reise begann im zarten Alter von nur fünf Jahren, als er sich an den Computer seines Großvaters wagte, der ihm auch die Grundlagen von Datenbanken beibrachte. Das Programmieren brachte er sich mit 13 selbst. Heute gibt er sein umfassendes Wissen durch detaillierte Anleitungen, aufschlussreiche Reviews und fesselnde Artikel zum Retro-Computing weiter und lehrt anderen so die Kunst des Programmierens.

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